Künstliche Befruchtung Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Infos für gesetzlich Versicherte bei Künstlicher Befruchtung Liegt eine schwere männliche Subfertilität vor oder ist es bei der konventionellen IVF zum Befruchtungsversagen gekommen, so wird die ICSI-Methode angewendet. Die Stimulation und Eizellentnahme erfolgt wie bei der normalen In-vitro-Fertilisation. Sind die Eizellen gewonnen, werden sie von den sie umgebenden Cumuluszellen befreit. Danach wird mit Hilfe eines Mikromanipulators jeweils eine Samenzelle in die Eizelle injiziert.

Das weitere Vorgehen (Befruchtungskontrolle, Kultur, Embryotransfer) ist dann wieder wie bei der In-vitro Fertilisation. Die ICSI-Methode ist auch mit Spermien möglich, die operativ aus dem Hoden gewonnen worden sind.

Die Erfolgschance nach IVF oder ICSI hängt vor allem vom Alter der Frau ab und liegt bei ca. 30 %. Ab dem Alter von 35 sinkt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit kontinuierlich ab bei gleichzeitiger Steigerung des Abortrisikos. Alle IVF/ICSI-Zyklen werden in Deutschland prospektiv dem Deutschen IVF-Register gemeldet (www.deutsches-ivf-register.de)